Hanneli Himmeli – ein Stückwerk von de Haan / von Ernst / Klomfaß

Mit: Michèl Felgner, Grit Gierse, Madalena Graça, Magdalena Helmig, Thanh Mai Susann Kiêu, Julia Klomfaß, Thorsten Rheindorf

Regie: Marlin de Haan
Bühne: Rahel Seitz
Kostüme: Lika Chkhutiashvili
Komposition: Julia Klomfaß
Text: Axel von Ernst
Dramaturgie: Stephanie Jorda
Bühnenbildassistenz: Katlen Hewel
Produktion: Marlin de Haan
Koproduktion: FFT
Gefördert durch: Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Ministerpräsident des Landes NRW, Stiftung van Meeteren
Das FFT wird gefördert durch: die Landeshauptstadt Düsseldorf und den Ministerpräsidenten des Landes NRW

Dank an: Kane Kampmann, André Spiegler, Rheinisches Landestheater Neuss

Premiere: 18. Mai 2010, 20 Uhr
Vorstellungen: 19., 20., 21. + 22. Mai, 20 Uhr

Dauer: ca. eine Stunde, keine Pause

Biographien:

Michèl Felgner: „Boys don’t cry“ (www.myspace.com/misterjazz)

Grit Gierse hat bereits in jungen Jahren Theater gespielt, dann geheiratet und Mode entworfen. Jetzt kehrt sie zu den Wurzeln zurück – mit wahrer Begeisterung.

Madalena Graça wurde 1984 in Lissabon geboren und ist dort aufgewachsen. Seit ihrem Diplom an der Hochschule für Musik Köln mit Schwerpunkt Kontrabass arbeitet sie als freie Musikerin und Komponistin in diversen Projekten.

Magdalena Helmig wurde 1982 in München geboren und hat von 2004-2009 an der Folkwang Hochschule Bochum Schauspiel studiert.
Sie arbeitet als freie Schauspielerin, u.a. in der Rottstr5, am Badisches Staatstheater Karlsruhe und am Schauspielhaus Bochum.

Thanh Mai Susann Kiêu’s Kindheitstraum war es, Schauspielerin zu werden, oder Sängerin. Ihr momentanes Lebensziel ist Französisch, Spanisch und Ballett zu lernen.

Julia Klomfaß, aufgewachsen in Bochum, vertrödelte ihre 20er mit Komponieren für das Junge Schauspielhaus Bochum, machte ihren Abschluss als Diplom-Komponistin, um dort weiterzumachen, wo sie angefangen hat – am Theater.

Thorsten Rheindorf (37), hatte bislang mit Theater nix am Hut, will aber eigentlich schon seit Sönke Wortmanns „Kleine Haie“ auf die Bühne. An den anderen Tagen macht er Werbung – für sich und für andere.

Marlin de Haan, Regisseurin, lebt seit fünf Jahren in Düsseldorf am Rhein und beschäftigt sich mit neuen Erzählformen in der darstellenden Kunst.

Rahel Seitz, studierte Bildhauerei, Medienkunst und Szenografie. Dann Reisen, Umziehen, Arbeiten.
Seit 2007 lebt und arbeitet sie als freie Bühnenbildnerin im Raum Frankfurt.

Lika Chkhutiashvili studierte Bühnenbild und Schmuckdesign, ist mit der Liebe zum Theater groß geworden und musste schon mit zehn Jahren Shakespeare lesen.

Axel von Ernst ist Schriftsteller und Verleger, schreibt Prosa und außerdem für und über das Theater.

Stephanie Jorda studiert Filmwissenschaft, mag keine Sonne und sitzt deswegen gerne auf dunklen Probebühnen und in Kinos.

Katlen Hewel studierte Fotographie in Düsseldorf. Daraufhin begann ihre vielversprechende künstlerische Karriere.

Es lebe die Krise!

Sie haben Angst. Sie fühlen sich unsicher und verwirrt. Sie fragen sich täglich: Was soll nur aus mir werden? Sie sind Mitte Zwanzig, ihr Lebenslauf klingt nach Erfolg, eigentlich könnten sie ins Berufsleben durchstarten, aber sie befinden sich in einer Lebenskrise.
Die Amerikanerinnen Abby Wilner und Alexandra Robbins haben ein neues Phänomen entdeckt – die Sinnkrise nach dem ersten Lebensviertel: die Quarterlife Crises. Die Mittzwanziger-Generation steckt mitten in der Identitätskrise: Zu wenig Sicherheit und Stabilität im Leben und eine ungewisse Zukunft lösen starke Selbstzweifel aus.
Jahrelang ist ihnen vorgegaukelt worden, dass sie alles machen können, was sie wollen. Aber keiner fragte: Was willst Du eigentlich wirklich? Architektur studieren oder BWL – Häuser entwerfen oder Kredite vergeben? Es gibt zu viele Optionen und das macht die Entscheidung schwer. Das Ende der Ausbildung ist für viele ein Realitätsschock. Das Studium war eine Schonzeit mit wenig Zwängen. Jetzt geht es aber wirklich los: Es gilt, einen Job zu finden – am besten gleich den richtigen, der nicht nur Geld bringen, sondern auch Spaß machen soll. Oder doch lieber eine Familie gründen? Oder erstmal abhauen? Wie soll man sich entscheiden? Vielleicht besser gar nicht?
Das Gute an der Quartlife-Krise ist aber, dass sie jenseits der 30 ausgestanden ist. Und dann heißt es gedudig warten, bis die Midlife-Crisis einsetzt. Die zu bewältigen ist auch nicht so einfach. Denn nun gilt es, die Erkenntnis zu verarbeiten, dass das Leben, vor dem man so viel Angst hatte, gar nicht richtig stattgefunden hat.

Wassily Kandinskys Idee der Bühnenkomposition

Kandinskys Idee einer monumentalen Bühnenkomposition geht von entgegengesetzten Voraussetzungen aus. Ihm schwebt ein Gegeneinander der einzelnen Künste, eine symphonische Komposition vor, in der die einzelnen auf ihr Wesentliches zurückgeführten Künste als Elementarformen nur die Noten abgeben zu einer Konstruktion oder Komposition auf der Bühne, die jede der einzelnen Künste als selbstständiges Darstellungsmaterial gelten lässt und aus der Mischung dieses gereinigten Materials ein neues Kunstwerk das Monumentalkunstwerk der Zukunft schafft.
Nach Kandinsky soll die Bühnenkomposition aus drei Teilen bestehen: dem musikalischen Ton und seiner Bewegung, dem körperlich-seelischen Klang und seiner Bewegung, der durch Menschen und Gegenstände ausgedrückt wird und dem farbigen Ton und seiner Bewegung.
Der Mensch zum anonymen Darsteller und zum Träger von Farbe und Bewegung funktionalisiert. Kandinsky setzt verschiedene Elemente zusammen, die in der Fanatsie des Zuschauers zu Ende geführt werden.

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